Im Dezember war es dann soweit, meine Neugier war groß genug. Ich wurde beim deutschen Vertrieb vorstellig, um noch mehr Info, vor allem über den CD-Player zu bekommen. Ein paar Tage später traf ein AMR CD-77, genauer gesagt der mit einigen Verbesserungen ausgestatteter aktuelle CD-77.1, bei mir ein. Und wie! 50 KG Versandgewicht, 28 KG Kampfgewicht! Das Versandgewicht ist hauptsächlich dem super gepolsterten und damit absolut stoßsicheren Flightcase "aller erster Güte" geschuldet, in dem der Player verschickt wird. Das Kampf - oder besser Nettogewicht ist das Resultat aus Gehäuseverarbeitung und inneren Werten. Dabei sieht der CD-77.1 alles andere als plump aus. Im Gegenteil, es ist eher die schlichte Eleganz mit der er zu überzeugen weiß. Aus rein optischen Gesichtsgründen, sei betont!
Um noch einmal auf die Gehäuseverarbeitung zurück zu kommen, eine derart hohe Qualität findet man selten.
Er ist ein echter Augenschmaus und Fingerschmeichler.

Von der technischen, bzw. klanglichen Seite aus, ist es dann vorbei mit schlicht.
Mich hat von vorn herein begeistert, dass es sich beim CD-77 um einen reinen CD-Player handelt und die Entwickler bei AMR sich aus rein "musikalischen Gründen", für den angeblich antiquierten TDA 1541A Chip von Philips entschieden haben. Und nicht, weil er gerade als der "Überchip" gehandelt wird und ab einer gewissen Abnahmemengebesonders günstig zu haben ist.
Ohne damit anderen Herstellern eine solche Vorgehensweise vorwerfen zu wollen, außer vielleicht
im Massenmarktsegment.
Außer AMR setzt weltweit nur noch der japanische Edel-Hersteller Zanden den 1541A in seinem ca.16.000$
schweren DAC 5000 ein. Wie man hört, mit durchschlagendem Erfolg. Kann also so schlecht nicht sein, das Teil.

Eine weitere erwähnenswerte Besonderheit stellen für mich die analogen Ausgangsplatinen dar. Richtig, Platinen. Zwei Stück, für jeden Ausgang eine. Mit je drei Röhren vom Feinsten bestückt. Wie überhaupt in diesem Player bei allen Bauteilen Wert auf höchste Qualität und Zuverlässigkeit gelegt wird. Es gibt noch jede Menge ganz besonderer Detaillösungen bei den AMR Geräten, die in der Summe für den traumhaft natürlichen Klang verantwortlich sind.
Präzise technische Erläuterungen, Bilder und einige Testberichte, finden Sie auf der AMR-Websiteund bei Fast Audio.


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Es kommt mir gar nicht in den Sinn, Einzelkriterien des Klangbildes zu bewerten. Was man ja angesichts des aufgerufenen Preises auch erwarten dürfte. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass dies auch anders sein kann. Bei so manchem Gerät steht der Preis leider nicht im Einklang mit dem Gebotenen. Frei nach dem Motto: Teuer muss gut sein. Bei AMR nicht, da passt es. Nach einer Einspielzeit von ca. 100 Stunden, passt einfach alles. Von unten nach oben, von vorn nach hinten und zurück. CD-Wiedergabe auf einem neuen, faszinierendem Niveau.
Jahrelang gehörte Aufnahmen erscheinem in einem anderen Licht, wirken intensiver. Feinheiten, die bisher nur andeutungsweise wahrzunehmen oder ganz verborgen blieben, werden deutlich hörbar. Aber eben nicht analytisch seziert, sondern immer noch in die Musik integriert. Stimmen gewinnen an Plastizität, die Interpreten stehen förmlich auf den imaginären Bühnen. Alles mit einem unglaublichen (für CD) musikalischem Fluss, ohne digitale Härte.
Genug geschwärmt.
Sie denken sowieso ich übertreibe. Nur soviel noch:
Der AMR CD-77.1 ist definitiv der beste One Box Cd-Player, der mir in den letzten Jahren untergekommen ist.
Preisklassen unabhängig. Ich bin absolut überzeugt davon, dass dieser Player jeden Euro wert ist und so manch teureres (musikalisches) Leichtgewicht zum Frühstück vernascht!
Eine Sache möchte ich noch erwähnen. Den CD 77.1, über den ich berichtet habe, gibt es seit Ende 2008.

Wenn Sie mehr über den CD-77.1 erfahren, bzw. seine überragenden Klangqualitäten kennen lernen möchten,
vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Termin.

Der erste deutschsprachige Bericht über den CD 77 liest sich gut. So wie ich weiß, hat sich Roland Kraft auch einige Zeit mit dem Boliden gelassen. Hatte er so viel Spaß, oder wollte er nur in seinem Bericht der Klasse dieses Traumplayers gerecht werden? Oder Beides!? Den kompletten Bericht gibt es in der IMAGE 03/2009 Mai/Juni Nr.: 87
Ein paar Auszüge des Originaltextes finden Sie hier.
Der gesamten Bericht als PDF>

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